Handlung:
Siegmund sucht während eines Sturms verletzt und erschöpft Zuflucht in Hundings Waldhütte, einem Krieger des Volkes. Als Sieglinde, Hundings Frau, den Fremden findet, fühlt sie sofort tiefes Mitleid und eine geheimnisvolle Verbundenheit mit ihm.
Siegmund berichtet, dass er auf der Flucht vor Feinden ist. Hunding kehrt heim und bietet ihm Schutz für die Nacht. Als er aber erkennt, dass Siegmund derjenige ist, den er verfolgt, kündigt er an, dass sie am nächsten Morgen kämpfen werden.
Während Hunding schläft, kommen sich Siegmund und Sieglinde näher. Sieglinde zeigt ihm ein Schwert, das in den Stamm der Esche steckt, die mitten in der Hütte wächst. Kein Mann hat es je herausziehen können. Sie erzählt, dass ein geheimnisvoller, einäugiger Fremder (Wotan) das Schwert einst dort hinein stieß für denjenigen, der es dereinst herausziehen könne.
Siegmund erkennt, dass dieses Schwert für ihn bestimmt ist. Die gegenseitige Zuneigung zwischen ihm und Sieglinde wächst, bis sie sich ihre Liebe gestehen. Sieglinde offenbart, dass sie unglücklich und unfrei in Hundings Haus lebt.
In einem leidenschaftlichen Höhepunkt zieht Siegmund das Schwert aus dem Stamm und nennt es Nothung. Sieglinde erkennt, dass sie Zwillinge und die Kinder Wotans sind. Trotz des Inzest-Tabus feiern die beiden ihre Liebe und fliehen gemeinsam in die Nacht.